Ironman 70.3 WM: Jörg Jung läuft sich in der Wüste auf Platz 14 vor

(web) Las Vegas, den 08.09.13 Starke Regenfälle sorgen für erschwerte Rennbedingungen

Bei der Ironman 70.3 WM in Las Vegas erreichte Jörg Jung, Triathlon Wetterau, am 8. September einen hervorragenden 14. Platz in der AK 40.  Qualifiziert hatte sich der Butzbacher bereits Ende Mai beim Ironman 70.3 Austria in Sankt Pölten, der kurzfristig aufgrund der extremen Luft- und Wassertemperaturen in einen Bike & Run umgestaltet wurde. In Las Vegas fand in diesem Jahr die letzte 70.3 WM statt, im nächsten Jahr finden die Weltmeisterschaften im kanadischen Mont-Treblant statt. 

Bereits eine Woche vor dem Startschuss absolvierte Jung, um sich an das trockene heiße Klima mit Außentemperaturen von über 40° zu gewöhnen, 4 Trainingseinheiten auf dem Rad auf der Original-Wettkampfstrecke durch die Wüste Nevadas und genoss den Anblick der Steinformationen mit Büschen und Kakteen und den Bergketten im Hintergrund. Gelaufen wurden nur noch kurze Strecken. Das Schwimmen im Lake Las Vegas wurde den Athleten vorher untersagt und es erfolgte das Wassertraining im wenig kühlenden Freibad. Highlight bildete die Trainingseinheit mit dem Deutschen Profitriathleten Sebastian Kienle, dem alten und neuen  70.3-Weltmeister sowie Svenja Bazlen (5. Platz), welche im selben Hotel untergebracht waren. Lubos Bilek, Trainer der beiden Profiathleten, gab den Agegroupern vor dem Rennen wertvolle Tipps zur Renneinteilung, denn der Ironman 70.3 Las Vegas besitzt die profilierteste Strecke der 70.3-Serie in den USA. 

Um 04.00 Uhr morgens öffnete am Wettkampftag die Wechselzone. Mit Startnummer 2236 versehen checkte Jörg Jung sein Rad ein, er startete in der AK40 zusammen mit 280 anderen Altersklassenathleten in der 12. von 17 Schwimmwellen im 4-Minuten-Takt um kurz vor 08.00 Uhr morgens. Für die 1,9 Kilometer im Lake Las Vegas ohne Neoprenanzug benötigte Jung 35:23 Minuten und stieg als 111.  seiner Altersklasse nach der langen Wechselzone aufs Rad. Untypisches Las Vegas Wetter mit tiefschwarzem Himmel und wolkenbruchartigen Regenfällen und schlechter Sicht auf den Straßen sorgten für erschwerte Bedingungen auf der welligen 91 Kilometer langen Radstrecke mit knapp 900 Höhenmetern. Hier machte er zahlreiche Plätze gut und fuhr mit 2:33:26 Stunden und einem 35,6er-Schnitt die 33. Radzeit seiner Altersklasse. Den 13 kilometerlangen Schlussanstieg zur Wechselzone 2 im Süden von Las Vegas mit 200 Höhenmetern absolvierte der Langstreckler mit hoher Trittfrequenz. „Immer wieder erinnerte ich mich an die Tipps von Lubos Bilek: Zurückschalten, locker pedalieren!“, resümiert Jung hinterher, die Laufmuskulatur sollte so weit wie möglich geschont werden.

 Auf AK-Platz 47 begab er sich auf den Halbmarathon, der in 3 Runden à 7 Kilometer mit insgesamt 200 Höhenmetern eingeteilt war. Auch hier gab es wie auf dem Rad keine Flachstücken, von der 2. Wechselzone ging es 3 Kilometer bergab und ab dem Wendepunkt wieder den gleichen Weg zurück berghoch. Sein Zieltempo mit einem 4er-Schnitt pro Kilometer realisierte der Athlet mit der drittschnellsten Laufzeit der AK 40 von 1:24:21 Stunden, so dass sich Jung von Platz 47 nach dem Radfahren auf einen starken 14. Platz vorlaufen konnte. 4:39:35 Stunden zeigte die Uhr im Ziel, was ihm im Feld der 85 Profis und 2400 Amateure den 185. Platz bescherte. Nun heißt es , gesund in Kona beim Ironman Hawaii am 12. Oktober an den Start zu gehen, denn dafür hat sich der zielstrebige Athlet in Frankfurt auch qualifiziert. Und das bedeutet, die doppelten Distanzen wie in Las Vegas zu absolvieren. Am 30. September jedenfalls geht der Flieger ab Frankfurt und dann heißt es „Aloha Hawaii“.

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