Ironman 70.3 Italien: Tanja Weber holt Bronze

Cervia, 22. September 2019 - Niddatalerin auf dem Ironman-Podium

70.3 Cervia
Tanja Weber (rechts) auf dem Ironman-Podium in Italien.


Einen starken dritten Platz in der W 45 feierte Tanja Weber (Triathlon Wetterau) kürzlich in der Emilia Romagna. Beim Ironman 70.3 Italien schloss die Niddatalerin ihren letzten Start in der W45 auf dem Ironman-Podium in Cervia ab. „Am 13. Juli bin ich mit meinem Rennrad im Regen schwer gestürzt, konnte drei Wochen weder schwimmen noch laufen. Ich hatte mir die komplette linke Seite stark geprellt, mein Helm ist dabei zerbrochen. Mein Hausarzt sagte, ich solle mir Kerzen anzünden, so viel Glück hätte ich dabei noch gehabt“, sagt Weber. Erst Mitte August konnte sie wieder halbwegs vernünftig an Lauftraining denken. „Eine Woche vor dem Rennen hatte ich Halsschmerzen, habe den Infekt aber so halbwegs mit sofortiger Sportpause in den Griff bekommen“, so Weber.

„Am Renntag habe ich mich ohne Druck beim Rolling Start am Strand in das erste Startfenster eingereiht, immer bereit auszusteigen, weil ich noch leicht angeschlagen war.“ Über die 1,9 Kilometer in der Adria lief es dann erstaunlich gut, mit der drittschnellsten Schwimmzeit der über 50 Athletinnen ihrer Altersklasse wechselte Weber nach 32 Minuten auf ihr Aerorad. Auch hier hatte sie auf den 90 flachen Radkilometern, die lediglich einen Anstieg an der Wende zum Bertinoro aufwiesen lockere Beine. „Das war meine erste Mitteldistanz, auf der ich gefühlt ohne Schmerzen hätte weiterfahren können“, freut sich die Referentin des Hessischen Triathlon Verbandes. Für die 90 Radkilometer benötigte sie 2:41 Stunden.

„Der Halbmarathon war allerdings der schlimmste meines Lebens.“ Auf den drei Laufrunden à sieben Kilometer tummelten sich nach und nach nicht nur knapp 2.000 70.3-Starter, sondern auch noch die Athleten des 5150, der am gleichen Tag stattfand. Weber biss sich mit schweren Beinen durch. „Als mir meine Freunde nach zwei Runden zuriefen, ich sei mit vier Minuten Vorsprung Dritte, wusste ich, dass ich nicht gehen darf.“ Mit 5:15 und 20 Sekunden zu Platz vier schließlich sicherte sie sich den dritten Platz in einem internationalen Feld. „Als Saisonabschluss war es natürlich mega, in so einem hochkarätig besetzten Rennen aufs Treppchen zu kommen“, so Weber. „Im nächsten Jahr starte ich vielleicht auf den Europameisterschaften über die Mitteldistanz am Walchsee. Aber jetzt ist erstmal Saisonpause.“

Zurück