Triathlon WM Hawaii: Jörg Jung und Henrik Apel Hand in Hand im Ziel

(web) Kailua-Kona den 08.10.2016 Finish in 10:21:31 Stunden auf dem Ali’i Drive

Hawaii 16
Finishen auf Hawaii Hand in Hand: Jörg Jung (links) und Henrik Apel (rechts).

 

Zwei Athleten aus der Wetterau konnten sich in diesem Jahr ihren großen Traum erfüllen: Die Qualifikation für die Weltmeisterschaften im Ironman auf Hawaii. Jörg Jung war bereits zum fünften Mal auf der Pazifikinsel am Start, Henrik Apel zum zweiten Mal. Für Jung lief es seit Juli im Training nicht mehr sonderlich gut, eine Patellasehnenreizung am linken Knie führte zu Schmerzen in allen drei Sportarten und reduzierten Laufumfängen in der Vorbereitung auf Hawaii. Mit blauem Tape stürzte sich der Butzbacher am Race Day um 6.50 Uhr morgens in das klare Pazifikwasser: ein Kanonenschuss am Pier und das knapp 2000köpfige Feld setzte sich bei welligen Bedingungen in Bewegung. Jung lief nach 1:06:36 Stunden Schwimmzeit und kurzer Frischwasserdusche zufrieden zu seinem Rad, hier sorgten wie gewöhnlich auf Hawaii heftige Winde auf dem Queen K Highway für erschwerte Bedingungen. Nach dem Wendepunkt in Hawi im Norden der Insel drehte der Wind auf den letzten 30 Kilometern und ließ die Zeitfahrräder der Athleten unter heftigen Böen schwanken. Nach 5:26:48 Stunden wechselte Jung auf die Marathondistanz. „Beim Laufen hielten sich meine Knieschmerzen glücklicherweise in Grenzen, so dass ich wie geplant sogar knapp unter einem 5er-Schnitt laufen konnte“, resümiert Jung im Ziel. Kurz vor dem Wendepunkt am Energy-Lab bei Kilometer 26 traf Jung auf seinen Vereinskollegen vom Triathlon Wetterau,Henrik Apel. Beide liefen von nun an gemeinsam, gingen an jeder Verpflegungsstelle. Schließlich die letzten 2 Kilometer durch Kailua Kona: „Laufen wie auf Wolken, zum 5. Mal die magischen Worte zu hören, You are an Ironman; das entschädigt für die vorangegangenen Strapazen und dass meine Zeit doch nicht ganz so wie erhofft war“, beschreibt Jung seine Emotionen im Ziel. Und mit 10:21:31 Stunden, einer Marathonzeit von 3:41:07 Stunden, dem 80. Platz in der M45-49 und 24 Minuten schneller als im Vorjahr kann der Ausnahmeathlet doch sehr zufrieden sein.

Apel erleidet Einbruch auf dem Rad
Der Bad Nauheimer Henrik Apel konnte nach starker Schwimmzeit von 58:20 Minuten auf dem Rad zunächst wie geplant nach Wattmesser ordentlich Druck machen und war nach 3 Stunden Radzeit noch im Rahmen seines geplanten Splits um die 5:10 Stunden. Allerdings musste er aufgrund von Magenproblemen im letzten Raddrittel auf die Streckenverpflegung verzichten, konnte nur noch Wasser zu sich nehmen, auf den letzten 30 Radkilometern mit heftigen Windböen war der Ofen aus, keine Kraft mehr in den Beinen. Mit 5:24:05 Stunden Radzeit wechselte der Bad Nauheimer auf die dritte Disziplin, „von Anfang an hatte ich schwere Beine und konnte kaum im geplanten 4:50er-Schnitt laufen“, erzählt Apel enttäuscht. „Ich war froh, als Jörg am Energy-Lab zu mir auflief und wir gemeinsam weitermachen konnten“. Nach 3:51:50 Stunden Laufzeit lief er Hand in Hand mit Jung ins Ziel, Platz 143 in der M35-39. „Jetzt geht es zurück nach Hause zu meinen beiden kleinen Töchtern Stella und Luna, eine Zeit um die 10:20 Stunden hatte ich mir nicht für meine Revanche in Kona nicht vorgestellt“, schreibt Apel enttäuscht aus Hawaii und hofft darauf, dass es beim nächsten Mal besser wird.

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