Braveheart Battle: Patrick Kaurisch meistert Hindernislauf in der Rhön

(web) Münnerstadt, den 07.03.15 Schwalheimer bewältigt Wasserpassagen mit 3° Wasser- und Lufttemperatur

Patrick kriecht
Unter Hindernissen mussten die Teilnehmer durch Schlamm kriechen (Foto Kaurisch).

Am 7. März fand in Münnerstadt in der Rhön der 6. Braveheart Battle statt. 28 Kilometer mussten bei dem abenteuerlichen Gelände- und Hindernislauf gemeistert werden. Dabei ging es unter anderem ca. 14-16 mal durch den weniger als 3° C kalten Fluß Lauer und dessen Seitenarme, mehrfach bis zum Hals tief gespickt mit einer ca. 30-40 m lange Schwimmpassage (Loch Ness) mit 2 Tauchgängen unter Booten durch. Insgesamt waren ca. 50 Hindernisse zu überwinden, die zum Teil ohne Hilfe von anderen nicht zu schaffen waren - 3 m tiefe glitschige Tongruben, dunkle Gänge, 6 m hohe Strohbarrieren oder Hangelpassagen, die in der Regel im Wasser endeten, weil die Griffe viel zu glitschig waren um sich festzuhalten. Der BHB ist mehr als nur eine sportliche Herausforderung, er fordert den Athleten alles ab: Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Durchhaltevermögen und Willen. Und natürlich muss man auch ein ordentliches Maß an Verrücktheit mitbringen, denn wer sonst würde an solche einem „Extrem-Hindernis-Lauf“ bei solchen Temperaturen teilnehmen. 

Patrick schwimmt
Durch 3° kaltes Wasser musste Patrick Kaurisch (vorne) in der Rhön (Foto Kaurisch).

Patrick Kaurisch, Triathlon Wetterau, der im Vorjahr den knapp 2000 Meter hohen Mont Ventoux in der Provence mit Ehefrau Regina an einem Tag dreimal von allen möglichen Anstiegsvarianten bewältigt hat, stellte sich dieser für ihn neuen Herausforderung. Laut Veranstalter sollte dieser Braveheart Battle der härteste und längste seiner Art sein. So viele Teilnehmer wie noch nie sollten im Verlauf des Wettkampfes an ihre Grenzen stoßen. Das Zeitlimit von 5 Stunden wurde um eine halbe Stunde verlängert – der Veranstalter hatte ein Einsehen mit denen die noch auf der Strecke waren und innerhalb der 5 Stunden nicht ins Ziel gekommen wären. Von den gemeldeten 3000 Läufern sind gut 500 nicht angetreten. Ins Ziel jedoch kamen nur knapp 1700 Teilnehmer, der Rest musste den harten Bedingungen Tribut zollen und das Rennen vorzeitig beenden, was einer Ausfallquote von 34% entspricht. Patrick Kaurisch erreichte mit 4:02 Stunden einen starten 277. Gesamtplatz. „Der härteste Feind im Verlauf des Wettkampfes waren für mich die Krämpfe, die sich angesichts des kalten Wassers und der damit verbundenen Unterkühlung bei einer Außentemperatur von durchschnittlich 5° C permanent bildeten. Dehnen war hier das A und O des Bestehens“, bilanziert Kaurisch erschöpft aber zufrieden im Ziel. „Die Endzeit war mir egal, Hauptsache ankommen, damit man sich die Quälerei zumindest mit einem Finish belohnen konnte.“  Damit konnte der 1. Vorsitzende des Triathlon Wetterau durchaus zufrieden sein, ca. 160 Mal wurden Athleten mit Schnitten, Prellungen oder gar Brüchen notärztlich versorgt. Gewonnen hat der Ingolstädter Hagen Brosius in 2:42 Stunden sowie Susanne Kraus (3 Std.) aus Wendlingen.

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