Woogsprint-Triathlon Darmstadt: DM-Medaillen für Manuela Bartels und Tanja Weber

(web) Darmstadt, den 08.06.14 Silber und Bronze auf Deutschen Altersklassenmeisterschaften in Darmstadt für Manuela Bartels und Tanja Weber – Seniorenliga-Team auf Platz 3 – Bundesliga-Mannschaft abgeschlagen auf Platz 11 – Hessisches Bronze für Rebecca Weber

DM Darmstadt
Deutsches Edelmetall im Sprinttriathlon holten Tanja Weber und Manuela Bartels (v.l.) (Foto web).

Bereits zum 2. Mal fanden am Pfingstsonntag die Deutschen Altersklassenmeisterschaften über die Sprintdistanz im südhessischen Darmstadt statt. Weiterhin wurde das 2. Rennen der 2. Triathlon-Bundesliga Süd, sämtliche 8 Hessische Ligen sowie die Hessenmeisterschaften der Schüler und Jugend in der Hochschulstadt ausgetragen. Mit einer Rekordzahl von über 1200 Teilnehmern war die ausrichtende Triathlonabteilung des DSW Darmstadt damit an ihre Leistungsgrenzen angelangt: Lange Schlangen an Startunterlagenausgabe und beim Check-In und überfüllte Radstrecken im Männerbereich beeinträchtigten die ansonsten perfekten Rahmenbedingungen des 2. Woogsprint-Triathlons.

Manuela Bartels und Tanja Weber, Triathlon Wetterau, gelang im starken Starterfeld der Deutschen Altersklassenmeisterschaften einmal mehr der Sprung aufs Treppchen. Die Deutsche AK-Meisterin über die Olympische Distanz von 2012 Manuela Bartels wurde in der AK 30 mit 1:10:02 Stunden mit Silber belohnt. Sie musste sich lediglich Julia Ertmer vom TV Bad Orb geschlagen geben. Die Ober-Mörlerin benötigte für 750 m Freiwasser-Schwimmen im Großen Woog 12:23 Minuten, auf der flachen Wendepunktstrecke auf gesperrter Schnellstraße Richtung Dieburg fuhr sie die 20 Kilometer in 33:43 Minuten, überholte bei subtropischen Temperaturen um die 35° auf der 5 kilometerlangen Laufstrecke mit 20:26 Minuten zahlreiche Konkurrentinnen und lief sich sogar noch auf Gesamtplatz 5 der Deutschen vor. Tanja Weber lief nach 12:37 Minuten Schwimmzeit in die Wechselzone, kam aber auf dem Rad und beim Laufen mit dem schwülen Wetter schwer zurecht, musste mit 34:53 Minuten bereits auf dem Rad beißen und hielt den 3. Platz der AK 40 mit einer Endzeit von 1:14:51 Stunden. „Mit Deutschem Bronze bin ich nach meinem Titel aus dem Vorjahr sehr zufrieden, da es dieses Jahr in meiner Altersklasse mit Kathi Rudolf, Mannheim (1.) und Alexandra Behrens, Darmstadt (2.) deutlich stärker besetzt war und ich mir als Ziel einen Platz unter den Top 5 gesetzt hatte“, bilanziert Tanja Weber. Für Ehemann Oliver, der seinen DM-Titel aus dem Vorjahr verteidigen wollte, lief es weniger gut. Er startete mit über 100 Konkurrenten in der AK 45 und bekam sofort nach dem Sprung vom Steg des innerstädtischen Badesees einen Schlag auf den Kopf ab, so dass er seine Schwimmbrille fast verlor. „Mit meiner Schwimmzeit von 12:24 Minuten bin ich deutlich unter meiner Leistungsfähigkeit geblieben“, sagt der ehrgeizige Athlet. Auf der Radstrecke befanden sich noch Altersklassenathleten aus der vorherigen Startgruppe – hier fuhr er zwar nur auf der Überholspur, bekam aber von den Kampfrichtern eine Zeitstrafe wegen vermeintlichen Windschattenfahrens aufgebrummt und verlor in der Penalty Box zu Beginn der Laufstrecke die im Sprinttriathlon entscheidenden 2 Minuten. Frustriert beendete er mit 1:07:00 Stunden als 11. der AK 45 das Rennen.

Yves Vilarnau landete mit 1:13:30 Stunden auf Platz 42 der AK 45 (14:50 Min./32:29 Min./21:42 Min.). Triathlonurgestein Helmut Mohr finishte in der AK 60 nach 1:21:14 Stunden als Siebter der M 60 (13:42 Min./35:30 Min./27:34 Min.). 1:22:21 Stunden zeigte die Uhr im Ziel für Rüdiger Reiß, der nach längerer Wettkampf- und Trainingspause auf Platz 81 der AK 45 landete. Damit erreichte das Wetterauer Team in der 1. Hessischen Seniorenliga (T.+O. Weber, Y. Vilarnau, R. Reiß) nach Platzaddition mit 44 Punkten im Auftaktwettkampf den 3. Platz der 13 Teams der AK 40 und älter. 

Bundesliga 2014
Die Wetterauer Zweitligisten von 2014 sind v.l.n.r. Tom und Oliver Weber, Marlin Löffler, Sven Bartels, Maximilian Ostermeier, Jannik Trunk und Florian Bartels (Foto web).

Weniger gut lief es für die Wetterauer Zweitbundesligisten Florian (33.; 01:01:10 Std.) und Sven Bartels (35.; 01:01:25 Std. ), Marlin Löffler (38.; 01:01:38 Std.), Maximilian Ostermeier (56.; 01:04:22 Std.) und Jannik Trunk (59.; 01:06:08 Std.). Neuzugang Marlin Löffler (Jg. 95) stieg als erster Wetterauer nach 11:07 Minuten für die 750 m Seeschwimmen aufs Rad und behielt diese Position sogar noch mit 29:15 Minuten Radzeit bis zur Laufstrecke. Hier musste er sich allerdings seinen Teamkollegen Florian (17:25 Min. Laufzeit) und Sven Bartels (17:34 Min.) geschlagen geben, wenn er auch mit 18:53 Minuten eine ordentliche Laufzeit realisierte. Max Ostermeier und Jannik Trunk mussten nach gutem Schwimm- und Radauftakt den heißen Mittagstemperaturen in ihrer Paradedisziplin Tribut zollen und verloren in der 3. Disziplin etliche Plätze. Nach Platzaddition landete das Team mit 162 Punkten nach einem hervorragenden 6. Platz in der Woche zuvor in Nürnberg abgeschlagen auf Platz 11 der 2. Triathlon Bundesliga-Süd.

Im Rennen um den Hessischen Meistertitel der Schüler und Jugend bestand die frisch gebackene Abiturientin Rebecca Weber in der Mittagshitze und erkämpfte trotz lernbedingtem Trainingsrückstand mit knappem Vorsprung mit 1:17:16 Stunden bei den Juniorinnen die Bronzemedaille (11:59 Min./38:05 Min./24:19 Min.). Ihr 16jähriger Bruder Tom musste mit 1:07:40 Stunden mit der Holzmedaille, dem 4. Platz in der stark besetzten Jugend A vorlieb nehmen. Nach sehr gutem Schwimmauftakt von 10:24 Minuten (4. JA) verlor er am Ausgang der langen Wechselzone einen Radschuh, bemerkte dies allerdings erst auf der Radstrecke und musste dann mit einem Fuß barfuß die 20 kilometerlange windschattenfreie Radstrecke bewältigen. Hier hielt er sich in der 1. Runde zunächst in der ersten Verfolgergruppe, musste dann aber abreißen lassen „Obwohl ich in der 2. Runde ans Aussteigen gedacht habe, da ich meinen linken Fuß nicht mehr voll belasten konnte und dadurch den Anschluss an die Radgruppe verloren haben, bin ich doch froh, gefinisht zu haben“, berichtet Weber. „Mit 21:21 Minuten bin ich immerhin noch die 6.schnellste Laufzeit der 19 A-Jugendlichen gelaufen, da viele meiner Konkurrenten Probleme mit den Wetterbedingungen hatten.“

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