Mainova IRONMAN European Championship: In der Hitze bestehen und finishen

(web) - Friedberg, den 28. Juni 2019 - Eine Woche früher als üblich finden am Sonntag die Mainova Ironman European Championships in Frankfurt statt. Der Grund: Die medienträchtige Challenge Roth, von der Streckenlänge und Zuschauerwirkung ähnlich wie der Ironman findet am ersten Juliwochenende statt. Am Sonntag gehen neben den Stars der großen Triathlonbühne zahlreiche Altersklassenathleten über die Ironman-Strecke an den Start. Mit dabei zwei Hände voll Athleten, die in den beiden im Kreis ansässigen Vereinen Triathlon Wetterau und Fun-Ball Dortelweil organisiert sind.

 

Einig sind sich alle Starter darüber, dass es am Sonntag eher nur ums Ankommen geht. Kühlen von außen mittels Schwämme und Eiswürfel, viel Trinken ist wichtig. Denn es sollen 40 Grad werden.


Regina Kaurisch
Regina Kaurisch ist gut vorbereitet.


Lediglich zwei Starter gehen vom Triathlon Wetterau ins Rennen: Regina Kaurisch startet mit der 1105 in der W 60. Sie trägt einen schwarz-weiß-pinken Einteiler. Ihr bisher schönstes sportliches Erlebnis war das Radrennen von Trondheim nach Oslo über 540 Kilometer. 18 Stunden benötigte sie gemeinsam mit Mann Patrick.

Alexander Kleinhans startet zum ersten Mal über die Langdistanz und möchte möglichst um die 12 Stunden finishen. Der M40er hat die Startnummer 2073. 2018 ist er auf seiner Mitteldistanz über einen halben Ironman beim Frankfurter City-Triathlon gestartet und hat in soliden 5:25 Stunden gefinisht.

Anders sieht es beim Fun-Ball Dortelweil aus. Hier springen 13 Athleten am Sonntagmorgen ab 06.40 Uhr beim Rolling Swim-Start in den Langener Waldsee. „Eigentlich wollten sogar 18 starten, fünf Athleten fallen verletzungsbedingt aus“, sagt Abteilungsleiter Karsten Kannenberg. „Wir müssen am Samstag vor dem Ironman beim Edersee-Triathlon drei Teams stellen. Ich habe natürlich massiv Probleme, insgesamt zwölf Starter für die beiden Seniorenligen und die Mastersliga aufzutreiben. Denn wer am Sonntag startet, steht logischerweise für den Edersee-Triathlon nicht zur Verfügung.“ Gut 40 Startpassinhaber der südlichen Wetterau trainieren beim Fun-Ball Dortelweil und dürfen damit in der Hessischen Triathlon Liga starten. 

Joe Kopp
Joe Kopp ist durch Freund Jan Sibbersen zum Triathlon gekommen.


Joe Kopp kam 2004 zum Triathlon. Der Wahl-Bad Vilbeler ist ein guter Freund von Jan Sibbersen, dem Manager von Weltrekordalter Patrick Lange. „Durch Jan bin ich überhaupt auf die Idee gekommen, in diese Sportart einzusteigen“, sagt Kopp. Sibbersen ist 2018 bei der Hawaii-WM Streckenrekord über die 3,8 Kilometer im Pazifik geschwommen. Kopps Stärke liegt im Wasser und auf dem Rad. Bei der Eintracht Frankfurt trainiert er in Bergen-Enkheim unter dem Echzeller A-Lizenz Trainer Björn Hauptmannl in der schnellsten Schwimmgruppe. Der 51jährige startet mit der 2864 zum zweiten Mal in Frankfurt. Seine Bestzeit steht bei 10:29 Stunden. Kopp nahm 2009 an der 70.3 WM in Clearwater/Florida und 2010 an der ITU WM auf der Langdistanz in Immenstadt teil. Im Mai erreichte er in 4:51 Stunden auf den Deutschen Meisterschaften über die Mitteldistanz in Heilbronn den 11. Platz. „Ich bin happy, überhaupt starten zu können. Im letzten Jahr musste ich krankheitsbedingt lange pausieren“, sagt Kopp. Vorbereitet hat er sich unter anderem auf der Vulkaninsel Lanzarote mit vielen Höhenmetern und Wind.

Thomas Beisswenger ist in der AK 65 vertreten. Er erreichte bei der Challenge Heilbronn über die halbe Ironman-Distanz im Mai in 5:46 Stunden einen starken dritten Platz. Er ist nach seiner Premiere 2017 das zweite Mal in der Bankenmetropole dabei. Seine Startnummer ist die 3286. „Bei der erwarteten Hitze möchte ich heil ins Ziel kommen“, sagt Beisswenger vorsichtig. „Eine gute Platzierung wäre natürlich super. Aber das Größte ist das Erleben der begeisterten Zuschauer auf der ganzen Strecke und dann das Einlaufen auf dem roten Teppich im Ziel. Die Freude über den Erfolg auf dem Römer.“

Auch Jürgen Braun, Startnummer 2741 will es ein zweites Mal in Frankfurt wissen. 4:22:47 Stunden benötigte der M50er im letzten August für die Frankfurter Mitteldistanz, 5:13 Stunden beim anspruchsvollen Ironman 70.3 im Kraichgau im Juni. „Von meinem geplanten Ziel, unter 10:30 zu finishen, bin ich mittlerweile aufgrund der prognostizierten 40 Grad abgekommen“, sagt Braun.

M30er Dennis Neumann (1434) hofft darauf, seine Laufstärke im Marathon ausspielen zu können. Auch er hat seinen Fokus hauptsächlich auf ein Durchstehen bei Hitze gelegt und freut sich auf die Finishline am Römer. 2017 war er ebenfalls am Start..

Rookies auf der Ironman-Distanz sind Anna-Lena Mattheis (AK 30), Ralf Knirsch (AK 55) und Markus Dreßler (AK 35), die einfach nur Finishen und die Stimmungsnester genießen wollen.

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